Amphetamine

#8 Amphetamine – Höher, schneller, weiter

Herzlich Willkommen bei Sucht und Ordnung. In der heutigen Folge geht es um Amphetamine auch Speed, Pepp oder Schnelles genannt. Das Kokain des kleinen Mannes, wie ich es auch gerne nenne. Bevor wir damit anfangen, möchte ich euch, wie auch beim letzten Mal, kurz berichten was ich so Interessantes gesehen habe. Die Geschichte von Berkant Göktan. Ihm wurde vorausgesagt, dass er ein Jahrhunderttalent ist bzw. einer der besten Spieler der Welt werden würde. Allerdings ist er aufgrund von Verletzungen und Leistungsdruck zu Alkohol sowie Kokain gekommen und hat damit seiner Karriere deutlich geschadet. Er hat es nie wirklich geschafft sein Talent zu nutzen da der Drogenkonsum erheblichen Einfluss auf seinen Werdegang hatte. Ich kann euch nur empfehlen dieses Interview zu gucken.

Des Weiteren kann ich euch noch Rushsleepcrackrepeat ans Herz legen. Ein ehemaliger Crackhead der auch einen Podcast macht und über sein Leben erzählt (Er hat auch Amphetamine genutzt). Unter diesem Namen findet ihr ihn auch bei Instagram (oder ihr klickt einfach hier). Zu guter Letzt möchte ich noch ein gutes Wort für, frag einen Dorgenkurier einlegen. Eine interessante Geschichte eines Deutschen Drogenlieferanten. Diese findet ihr bei YouTube (hier klicken).

Amphetamine

Nun kommen wir zu Amphetaminen, diese wurden im Jahr 1887 das erste Mal synthetisiert. In den 1930igern wurde die stimulierende Wirkung erforscht. Eigentlich war man auf der Suche nach einem Asthma Arzneimittel. Benzederin war der erste Markenname für das Medikament. Im zweiten Weltkrieg wurden Amphetamine systematisch eingesetzt um die Soldaten länger wach zu halten. Nach Einnahme wird eine Menge Dopamin freigesetzt und dieses regt das Belohnungssystem im Gehirn an.

Speed ist auch eine klassische Ego-Droge wie Kokain, also der Konsum steigert deutlich das Selbstvertrauen. Körperliche Wirkungen sind zum Beispiel die Erweiterung der Bronchien und ein Anstieg der Pulsfrequenz. Das Müdigkeits- und Hungergefühl wird komplett unterdrückt sowie auch das Trinkverhalten. Viele Leute die chemische Drogen zu sich nehmen, kennen den Spruch, vergiss das Trinken nicht. In der Medizin werden Amphetamine z.B. bei Patienten mit ADAS oder Narkolepsie eingesetzt. Ritalin ist ein Derivat und wird als Medikament eingesetzt. Also Speed ist eine synthetische Droge die der Gruppe der Stimulanzien zugeordnet wird. Der Reinheitsgrad von Pepp auf der Straße liegt zwischen 10-80 % je nachdem von welchem Dealer man es kauft. Gestreckt wird es meistens mit Edelweiß aber auch klein gemachtes Aspirin oder Koffein wird auch dafür benutzt. Angeblich wird das meiste Speed in Untergrund-Laboren in Polen und Tschechien hergestellt.

Speed wird oft auch als Dopingmittel benutzt, nicht nur im professionellen Sport sondern auch im breiten Sport. Ich selbst kann da ein Lied von singen. Wenn ich mich damals mit den Jungs zum Fußball getroffen habe und nicht ganz fit war, habe ich mir vorher ein paar Nasen reingehauen und war dann flott unterwegs. Der bekannteste Fall, der sich mit Amphetaminen gedopt hat, war ein Radsportler der irgendwann beim Herauffahren eines Berges gestürzt ist. Aufgrund dessen das sein Herz diese Überbelastung nicht mitgemacht hat. Er ist dann auch direkt verstorben. Man fand im Nachhinein heraus dass er Speed konsumiert hat. Das Herzinfarktrisiko sowie auch das Schlaganfallrisiko sind höher als wenn man keine solcher Substanzen konsumiert. So ist es auch beim Kokainkonsum.

Die Leistungsfähigkeit beim Dauerkonsum von Pepp ist natürlich gesteigert. Allerdings auch ähnlich wie beim Kokain, wenn der Körper entgiftet wird, sind Depressionen und ein Schwächegefühl häufig die Konsequenz des langen Überstrapazierens der Muskeln und des Gehirns. Im Blut ist Speed ca. 4 Wochen nachweisbar und im Urin ca. 2-4 Tage.

Community Geschichten

Ich habe euch auf Instagram gefragt wie eure Erfahrungen mit Speed sind.

  • Lenno: „sehr gutes Doping aber man muss aufpassen, dass man seinen Fokus nicht verliert“.
  • IVR_NTX: „ekelhafte Schieße, ich sag nur Pepp-Pimmel“.

Jeder der schon mal Speed gezogen hat, weiß was er damit meint. Am Anfang kann Speed noch stimulierend wirken aber wenn man zu viel konsumiert, dann passiert es häufig dass der kleine Mann nicht mehr so möchte wie ihr das wollt.

  • Lukas: „Fluch und Segen zugleich“.
  • Rushsleepcrackrepeat: „damals im Schichtbetrieb war Amphe mein treuer Begleiter“.

Auch davon kann ich ein Lied singen. 

  • Mareike: „macht einen kalt und betäubt, das Interesse an der Familie vergeht und man lebt nur noch so vor sich hin“.
  • Ramon: „Ich hab viele Freunde daran zu Grunde gehen sehen!“
  • different_lights: Wie ich damals beim ersten Mal dachte, „geil ich habe nun so viel Zeit“.
  • Anonym: „Ich bin davon mal ohnmächtig geworden, weil mein Kreislauf abgeschmiert ist.“

Also wie ihr seht, sind die Erfahrungen und die Beurteilung ganz unterschiedlich.

Ein paar meiner Speederfahrnungen

Mit 16-17 habe ich meine ersten Erfahrungen mit Speed gemacht. Obwohl wir eigentlich Kiffer und gegen chemische Drogen waren. Naja am Ende haben wir es doch geballert, eigentlich nur um wach zu sein. Eine Geschichte die mir dazu einfällt, hat sich zu Halloween in irgendeinem Jahr zugetragen. Vorweg muss ich sagen, ich habe mir damals immer so 100g Speedbällchen auf Vorrat gekauft und diese in meinem Spinnen-Terrarium versteckt.

Zudem habe ich zu der Zeit viel Sport gemacht und hatte vor der Eingangstür eine Schale mit fatburnern, von denen ich mir immer welche mitgenommen habe vor dem Training. Naja ich war an diesem Abend wieder bisschen verpeilt und die Kinder haben fleißig geklingelt, was mir tierisch auf den Sack ging. Neben der einen Schale mit den Fatburnern stand die Schale mit Gummibärchen für die Kinder. Wie es halt so kommen musste, habe ich mich einmal vergriffen und aus Versehen die fatburner in die Tüte der Kinder geschmissen. Eine halbe Stunde später kam die Polizei und fragte mich ob ich Kinder vergiften möchte. Eine ganz unangenehme Situation, erstens weil ich natürlich Angst um die Kinder hatte und zweitens weil ich so viel Speed zu Hause hatte. Aber keinem Kind und auch mir ist Nichts passiert.

Ein anderes Mal, hatte ich krasse Schmerzen im Hodenbereich. Ich wusste nicht was los war und konnte nichts erkennen. Dann habe ich mir eine Riesen-Nase gezogen und die Schmerzen waren wie weggezogen. Wenn Männer sich um eins Sorgen machen, dann um die Eier. Auch in der Bundeswehr haben mir sogenannte Speed-Bombs gut geholfen die langen Märsche zu überstehen. Was damals schon funktioniert hat, das kann nicht schlecht sein, habe ich mir zu der Zeit gesagt.

Empfehlungen

Ich wollte euch noch 2 Bücher empfehlen:

  • Speed eine Gesellschaft auf Droge
  • Speed, Ecstasy, Ritalin – Amphetamine – Theorie und Praxis

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