Koks - Interview mit einem angehenden Anwalt

#6 Koks – Drugtalk mit einem angehenden Anwalt

Herzlich Willkommen zur 6. Episode Sucht&Ordnung. Heute sind wir zu dritt. Fays, den ihr schon kennt, Flo ein Freund von uns Beiden, der zurzeit in Paris wohnt und meine Wenigkeit. Flo ist angehender Anwalt. Ihn habe ich dadurch kennengelernt das er mir vor 10 Jahren mal Koks (hier gehts zu Kokain Episode) besorgt hat.

Wie bist du zu Kokain gekommen?

Ich bin 14-15-16 Jahre alt gewesen und habe mit meinen Freunden Shisha rauchen und Alkohol getrunken. Ich hatte aber auch Lust auf eine Shisha-to-go und hab deswegen angefangen zu rauchen. An meinem 18. Geburtstag haben mich dann 2 meiner Freunde gefragt ob ich nicht auch mit denen koksen möchte und ich hatte es damals abgelehnt. Eine Zeit lang habe ich dann für andere Leute Koks besorgt aber trotzdem nie konsumiert. Allerdings hat mich irgendwann der Gruppenzwang doch dazu bewegt es mal zu probieren. Bis auf Kokain, Nikotin und Alkohol hab ich bisher noch nichts Anderes zu mir genommen.

Was genau magst du an Kokain?

Ich mag das Gefühl wenn ich Kokain konsumiere. Wenn ich zu viel Alkohol getrunken hab und über Kokain den Abend verlängern möchte, auch Craving-Syndrom genannt. Also ich nutze Koks dafür um noch länger Party machen zu können. Heutzutage ballere ich nur wenn ich zurück nach Berlin komme, da ich dort schneller in alte Gewohnheiten verfalle. Außerdem wird das Zeug in Paris noch deutlich mehr gestreckt als in Berlin. Wäre ich nicht nach Paris gezogen, hätte ich mir gut vorstellen können dass ich ein großes Problem mit Kokain hätte haben können. Denn ich hab vorher in der Gastro gearbeitet und weiß dass man dort funktionieren muss, was mit Kokain (checkt Instagram) deutlich leichter klappt. 

Ich kann das sehr gut nachvollziehen, denn in meinen Zeiten als ich im Vertrieb gearbeitet habe, hatte ich auch immer das Gefühl das ich dem Stress und den Leistungsdruck mit Koks besser Stand halten konnte.

Jeder meiner Freunde hat schon mal geballert oder ist aktiv dabei. Jeder hat mindestens eine Nummer um etwas zu besorgen und es gestaltet sich dadurch schwierig dem aus dem Weg zu gehen. Allgemein ist Gruppenzwang ein großes Thema für den Einstieg und den wiederholten Konsum von verschiedenen Drogen. Durch den Konsum und durch meine Connections war ich auch „angesehener/cooler“. Das hat mir zum damaligen Zeitpunkt viele Vorteile gebracht. Heute weiß ich aber dass das wenig Wert hat und rate der Jugend sich Zeit zu geben um sich selber zu finden. Man muss keine Drogen konsumieren oder verkaufen um cool zu sein.

Was war positiv und was negativ am Konsum?

Ich hatte mal einen Lungenriss, der definitiv im Zusammenhang mit dem Koksen und Rauchen steht. Daher würde ich empfehlen nicht zu früh Drogen zu konsumieren. Erst ab 24-25 Jahren ist der Körper komplett ausgewachsen. In Sachen Menschenkenntnis und Kommunikation hatte der Konsum aber durchaus positive Effekte in meinem Leben die ich nicht missen möchte.

Was gibt dir Halt wenn es dir mal schlecht geht?

Ich bin der Meinung dass man nur sich selbst Halt geben kann. Wenn ich ballern möchte, dann mache ich das auch. Und ich höre nur auf wenn irgendwas in meinem Kopf mir sagt jetzt ist Schluss. Aber niemand kann mich davon abhalten solange ich selbst das möchte. 

Fays und ich sind der Meinung dass uns immer wieder Leute geholfen haben wenn es uns schlecht ging. Unsere Freunde und Familie. Und diese uns auch davon abgehalten haben obwohl wir Bock hatten zu ballern. Wir waren uns am Ende einig dass wir uns nicht einig sind.

Trinkst und kokst du zurzeit noch?

Ja. Mittlerweile konsumiere ich aber kontrolliert, auch wenn ich es immer wieder bereue.
Wenn ihr ballert dann nur mit den richtigen echten Freunden die dir auch mal sagen wann Schluss sein sollte und dich runter holen wenn du mal wieder durch drehst.

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